Apr 292020
 
Einsfünfzig - Teil 2

Längenmessung – Ein Youtube-Clip

Was bedeuten ein Meter fünfzig Abstand in Zeiten von Corona? Die Kunstperformance in der Reihe „Einsfünfzig“ lotet Abstände aus. Einmeterfünfzig lange Bambusstäbe mit rotem Absperrband an den Enden machen den Distanzraum sichtbar. So entsteht ein Raum mit immerhin mehr als sieben Quadratmetern, wie sich aus dem Radius einsfünfzig errechnen lässt.

Die Bambusstäbe sind beweglich, drehen sich mit dem Wind und beim Gehen. Mal in die eine, dann in die andere Richtung. Der Umfang wird mit gefühlten 150 Topftrommelschlägen und 150 Schritten vermessen. Spieldauer des Clips: 1:50, nicht von ungefähr.

Die Aktion im Garten auf dem Land fernab der Stadt war der zweite Teil der Performance „Einsfünfzig“ auf dem Karlsruher Schlossplatz. Wer mag, kann sie aber auch als lärmende Protestaktion, als Cacerolazo lesen. Und als aktiven Kunst-Widerstand gegen die Corona-Pandemie. Bevor der ultimative Corona-Impfstoff gefunden ist.

Ralf Stieber, Karlsruhe, den 29. April 2020

 29. April 2020  No Responses »
Sep 172017
 

Die Meisterklasse „Zeitgenössischer Tanz“ im Rahmen des Schwäbischen Kunstsommers 2017 wurde von Jochen Heckmann und Adriana Mortelliti geleitet. Nicht nur die abschließenden Tanzaufführungen zur großen Kunst-Sommernacht begeisterten die Zusschauer: Das Video zeigt Impressionen aus den Proben der Meisterklasse, die von der atmosphärischen Dichte, Dynamik und tänzerischen Energie der Werkstattarbeit sprechen. Es öffnet Einblicke in die anspruchsvolle Arbeit an choreographischen Sequenzen und die Artikulation „innerer Bilder“ über den Körper. Beim Betrachten der Szenen bekomme ich nach wie vor eine Gänsehaut: die Sprache des Tanzes wirkt unmittelbar.

Mehr über Jochen Heckmann und Adriana Mortelliti unter www.choreoart.net

 17. September 2017  No Responses »
Sep 172017
 

Im Rahmen des Schwäbischen Kunstsommers 2017 installierte Liz Ingram in Zusammenarbeit mit Bernd Hildebrandt im Treppenhaus von Kloster Irsee eine eindrucksvolle Arbeit mit dem Titel „Silken Refuge“. Die fünf jeweils 6,30 großen Inkjet-Prints auf Seide bewegten sich beim leisesten Luftzug und brachten so das barocke Treppenhaus spielerisch in Bewegung. Die Installation sprach von der Fragilität des Lebens und der Umwelt. Im ersten Moment absurd wirken dem gegenüber Worte wie „Beharren“ (persistance) und Widerstand (reistance), die am Boden der Installtion zu lesen sind. Lässt man sich auf die zarte Bewegung und Lichtdurchlässigkeit des seidenen Zufluchtsraumes ein, entsteht eine neue Art der Beharrlichkeit, die ihre Kraft aus dem beharrlichen Nichtbeharren schöpft.

Ein besonderes Schauspiel war das Hochziehen der Installation zur Eröffnung des Kunstsommers. Gezeigt wird im Video dann auch das Herablassen der Arbeit: wie eine riesige Blüte liegt das Tuch am Anfang und Ende im Treppenraum, wenn man so will auch ein Symbol für Werden und Vergehen.

Mehr über die Kanadierin Liz Ingram unter www.lizingram.com

 17. September 2017  No Responses »
Apr 292017
 

Ludwigshafen lohnt sich in Sachen Kunst. Nicht nur das Wilhelm-Hack Museum ist für mich ein Grund,  immer wieder mal die BASF-Stadt am Rhein zu besuchen. Dank der Kunsthalle Mannheim bin ich inzwischen auch Fan des kulTurm: eine echt coole Location. Der ehemaliger Bunker und Wasserturm wurde in mehreren Stockwerken zu einer Cafe-Galerie-Lounge umgebaut. Besonders cool ist es, wenn dort Kunst Raum findet. So Ende April mit der Eröffnungsveranstaltung von „On the Move. Eine Veranstaltungsreihe der Kunsthalle Mannheim. Wegen Umbau beschlossen 2017“.

Oberstes Stockwerk des kulTurms während der Palmtag-Performance

Wie der Name der Reihe schon sagt: tatsächlich ist die Kunsthalle Mannheim bis Ende des Jahres geschlossen. Und auch nicht. Mit der Idee, die Kunsthalle in ganz Baden-Württemberg auf Reisen zu schicken, hat man einen künstlerisch überzeugenden und zugleich werbewirksamen Coup gelandet. Der junge Kurator der Reihe, Sebastian Baden, präsentiert ein Interims-Programm mit Vorträgen, Performances und Kunstaktionen, das dazu bewegt, sich in Bewegung zu setzen, geistig und physisch. 

Den Anfang machte der Multimediakünstler Jürgen Palmtag (Schömberg-Schörzingen). Er führte im  obersten Bereich des Wasserturms seine fast zweistündige Musikperformance „Kraakspeech“ auf. Computer generierte Hörstücke aus Popmusik-Samples, Sprechgesang und akustische Klangeffekte wechselten ab mit Improvisationen auf der Mundharmonika. Die überzeugende Performance wurde von einer Lichtinstallation begleitet. Mehr dazu im folgenden Videoclip.

 

 
 

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Apr 072015
 

Anti-Entropie: Wiederherstellung der Ordnung oder: Die Rückkehr ins Schaumkuss-Paradies

Die „Konversation“ zwischen einem Rührlöffel und drei Schokoküssen endet nicht in Unordnung oder Zerstörung, sondern schafft mit Zauberhand Ordnung im vermeintlichen Chaos. Entropie erscheint auf einmal reversibel … Heureka ! Das Ei des Kolumbus ist gefunden. Die Rückkehr ins Schaumkuss-Paradies ist möglich. Oder: auf den richtigen Rührlöffel kommt es an.

 7. April 2015  No Responses »

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